Tag 3/Day 3: Hay to Brecon

Nach einer ruhigen Nacht und einem kargen Frühstück, da das Personal des Pubs immer noch Urlaub hatte, begann also der dritte Tag.

Morgens trafen wir während unseres Frühstücks noch einmal Ubi und Margaux und konnten uns so von ihnen verabschieden. Wir haben ihnen versprochen, ihre neu eröffnete Internetpräsenz zu verbreiten, mit der sie sich erhoffen, in Zukunft besser durch die Winter zu kommen. Falls jemand also an handgemachten Lederwaren aus Irland interessiert ist: http://www.bearabelts.com/shop/

Zurzeit werden noch nur Gürtel verkauft, doch das Sortiment wird sich sehr bald erweitern.

Die heutige Fahrstrecke an sich war sehr kurz (ca. 27km), und auch was Höhenmeter angeht genügte sie sich selbst mehr als ihre Vorgänger, doch nach den Strapazen der letzten Tage war das notwendig. Regen blieb uns leider trotzdem nicht erspart.

Das geplante Ziel war Brecon, eine kleine Stadt am Rande des Brecon Beacons National Parks, den wir am nächsten Tag zu besichtigen beabsichtigten. Gebucht hatten wir auf der Priory Mill Farm Campsite eigentlich, wie bereits in Hay, für einen Tag vorher, doch bei Ankunft genehmigte man uns doch noch einen Platz und zeigte Verständnis nach der Geschichte unseres gescheiterten Planes in einem Tag von Aberystwyth nach Hay zu fahren.

Die („Öko-“) Campsite lag in einem kleinen Tal, umrahmt von einer Straße, einem Wald und einem Fluss – sehr naturverbunden. Es war beschaulich und gemütlich und wenige Zelte standen bisher dort. Bei der Ankunft begrüßten uns vor dem Besitzer schon mehrere Hunde und freilaufende Hühner, die uns auch die nächsten Tage noch oft begegnen sollten, und die Campingbesuchern, wenn gewünscht, „Free Range Eggs“ liefern. Der Besitzer selbst, ein Mann mittleren Alters, hatte sich wohl zur Lebensaufgabe gestellt, eine alte und verfallene Mühle wieder herzurichten und in Form eines Campingplatzes der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, worauf er offensichtlich sehr stolz war.

Leider blieb uns, wie den meisten anderen Campern auch, keine Zeit in sein Staunen einzustimmen, da wir gerne das Zelt aufbauen wollten, bevor der nächste Regenguss, der in Wales sicher kommt, uns würde überraschen können. Leider waren wir dennoch nicht schnell genug und durften daher unser Zelt hastig im Regen aufbauen – dementsprechend schlampig sah es dann auch aus, was noch schwerwiegende Folgen haben sollte.

Sehr umweltfreundlich, jedoch manchmal zu Ungunsten der Bewohner, waren auch die sanitären Anlagen der Campsite, die zwar sauber, aber nach 22.30 Uhr auch ohne Licht waren.

Den Rest des Tages nach dem Aufbauen des Zeltes verbrachten wir damit, durch die Stadt Brecon zu schlendern (die zum Glück nur 10 Gehminuten vom Campingplatz entfernt war), auch wenn sie ohne Regen sicher schöner gewesen wäre. Wie in Großbritannien üblich, war die Stadt um etwa 17 Uhr schon wie ausgestorben und alle Läden, sogar der Waschsalon, hatten geschlossen.

Nach Tagen ohne richtiges Essen zog es uns zu einem Chinesen, bei dem wir uns über einen Zeitraum von zwei Stunden und in einem Umfang von je zwei Hauptmahlzeiten den Magen vollschlugen, als hätten wir vorher noch nie etwas Warmes zu essen gesehen. (Leonie nutzte zwischendurch außerdem die Gelegenheit, um im WC ihre durchnässten Sportschuhe unter dem Handtrockner-Puster trockenzublasen.)

Zufrieden, gesättigt und wieder einigermaßen trocken gingen wir danach in das „Launch Cafe“, die örtliche Kneipe, in der alle „Locals“ rumhängen. Dort nutzten wir bis in den späten Abend das WiFi um die Routen der nächsten Tage zu planen und endlich mal etwas für diese Website zu tun, außerdem den Strom, um unsere Elektrogeräte zu laden, und die Getränke, um uns warm zu halten.

Nach unserer Rückkehr zur Campsite am Abend ging uns im Bad im wahrsten Sinne des Wortes das Licht aus (waren nach 10.30), was aber nicht allzu schlimm war, denn Schlaf war ohnehin notwendig und gut, auch wenn uns der Morgen die gute Nacht mit einer Überraschung verderben würde...

 

After a quiet night and a sparse breakfast, due to staff holidays, our third day began.

In the morning, while having breakfast, we met Ubi and Margaux again so we could bid farewell to them. We promised them to spread the word about the Website they had recently designed. They hope it will make it easier for them to survive winter (when there are no markets to sell their products on) in the future - so if anyone is interested in handmade leather craft, there you go:

http://www.bearabelts.com/shop/

Right now they only sell belts, but the range of goods will be broadened in the near future.

The route today was quite short compared to the days before (17 miles), and also the metres in altitude were not too many. Yet there was rain for some time.

The aim was to get to Brecon, a small town near the Brecon Beacons National Park, that we wanted to visit the next day. We had booked a place on the Priory Mill Campsite and the owner forgave us our being a day late after we had told him about our bold plan to get from Aberystwyth to Hay in one day. ;)

The („eco-“) campsite was located in a little valley in between the street, a wood and a stream – very pretty and close to nature. It was also quite tranquil: only few tents were there apart from ours. When we arrived a few dofs and hens (who run around freely on the whole site and whose free range eggst the guests can buy) greeted us even before the owner of the campsite did himself. When he did it turned out that he had devoted himself to restoring the old mill and making it accessibly tot he public by turning the place into a campsite. He seemed to be very proud of that. ;)

Unfortunately we didn’t have a lot of time to join in to his admiration since we had to hurry and pitch up the tent before the next rainy period. We weren’t fast enough and had to do it in the rain, which is why the tent looked a bit sloppy after all. This would have consequences in the future as you will see...

The ecological awareness on the campsite was not always an advantage for the campers: The shower- and toilet-block was beautiful and clean... only the light went off at 10.30pm to save energy. ;)

After pitching up the tent we spent the rest of  the day exploring the town of Brecon (that luckily was only 10min away from the campsite). It would surely have been a lot more beautiful if it hadn’t rained. As it seems to be common in the UK, all the shops (even the launderette) were closed at 5pm and the town seemed a bit empty.

Not having had anything warm to eat for a while, we were attracted by a Chinese restaurant, where we made up for everything we had missed. ;) Fort wo hours we sat there and ate two main meals each. In the meantime Leonie used the electric hand dryer in the toilet to dry her drenched trainers.

Satisfied, full and more or less dry we went to the „Launch Café“ afterwards, a pub were some of the local people were hanging out. We used the WiFi there to plan the routes for the next days and upload the first entry for this website.

We returned to the campsite comparably late, which is why the light went off while we were in the bathroom. That wasn’t too bad though since we were tired anyway. The next morning would wake is soon enough with a nasty surprise...

 

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