Day 6/Tag 6: Abergavenny

Nachdem am Vortag nach der Fahrt zum entlegenen Campinplatz „Blossom Touring Park“ keine Zeit gewesen war, für das Frühstück einzukaufen, bestand es aus etwas Obst, zwei Müsliriegeln, und dem Plan, möglichst schnell nach Abergavenny zu kommen, um dort ausgiebig zu frühstücken.

Doch vorher musste noch die Wäsche gewaschen werden, und dieser Campingplatz hatte zum Glück eine Waschmaschine und auch einen Trockner, was zeitaufwendiges Handwaschen ersparte. Ein Stück Schnur (das ursprünglich zu einem Notfall-Alu-Zelt gehörte, welches unsere freundlichen Campnachbarn in Brecon uns geschenkt hatten) wurde umgehend zu einer Wäscheleine umfunktioniert und zwischen den dort sprießenden Bäumen aufgespannt, um die nicht trocknertauglichen Kleider aufzuhängen. Das Alufolie-Zelt selbst bekam hier wohl zum ersten Mal die Form eines „Bonbons“ (einen Spitznamen den es nicht mehr loswerden sollte), in welchem wir unsere Radtaschen über Nacht aufbewahrten, vor allem als Regenschutz.

Nach der ganzen Radfahrerei entschlossen wir uns bei strahlendem Sonnenschein zu Fuß nach Abergavenny zu spazieren. Nach einer knappen Stunde angekommen, begaben wir uns in das am Tag zuvor entdeckte Internetcafé direkt in der Tourist Information. Zuvor löcherten wir noch deren Mitarbeiter mit Fragen rund um Abergavenny und gleich auch nach Campingplätzen in und um Chepstow, denn dort hatten wir bisher nur eine gefunden – diese sollte es dann aber auch werden. Dazu jedoch später mehr.

Mit guten belegten Baguettes versorgt nahmen wir uns die Zeit im Café unsere Elektrogeräte aufzuladen, an der Route zu arbeiten und auch hier am Blog, doch zumindest die Arbeit an letzterem sollte sich durch die Schlusszeiten der Tourist Info nicht lohnen:

Nachdem Leonie die letzte halbe Stunde, bis etwa 15.58 Uhr, an einem Bericht gearbeitet hatte und die Info um 16 Uhr schließen sollte, schloss sie versehentlich den Browser statt alles zu markieren und den Bericht zu speichern. Alle Arbeit umsonst und futsch! Nach überhastetem Aufbruch vertrieb die Sonne allerdings alle Sorgen und es wurde sich in „Loslösung“ geübt.

Der Tag war schon lang, aber es war immer noch früh, und so begannen wir die Stadt zu erkunden und entdecken viele kleine Seitenstraßen mit interessanten Läden, die leider auf Grund der frühen Ladenschlusszeiten in Großbritannien zum größten Teil schon geschlossen hatten.

Seit Brecon mit einer Gaskartusche ausgestattet, begaben wir uns zu Aldi und deckten uns dort mit genügend Essen für den Abend ein. Der Weg nach Hause führte uns noch an der Schlossruine Abergavennys vorbei. Der Hunger, und die Aussicht auf nur Mauer und keinen Eingang zum eigentlichen Schloss, ließen uns fast eine ganze Tafel Schokolade verdrücken, bevor wir ein paar Meter weiter doch noch einen Zugang zum Schloss fanden.

Müde vom Tag fiel das Umschauen eher kurz aus und wir machten uns wieder auf den Rückweg zur Campsite. Dort fanden wir alles vor wie vorher und die Kleider, die wir aufgehängt hatten, waren zu unserer Freude inzwischen getrocknet.

Bei einem herrlichen Sonnenuntergang kochten wir uns unser Abendessen aus den Aldi-Einkäufen (Tortellini mit Pesto) und mit Blick auf den „Sugarloaf“ ging ein schöner Tag mit gewärmten Mägen und zufriedenen Gesichtern zu Ende.

The day before there had been no time to buy something for breakfast. So today on the „Blossom Touring Park Campsite“ we had fruit, our last two cereal bars and the plan to get down to Abergavenny town as soon as possible to have something to eat. ;)

What we had to do first, though, was the washing. Fortunately, this campsite had a washing machine, which spared us the time-consuming handwashing. A piece of cord (which originally belonged to the protective emergency aluminium foil tent that our friendly camping neighbours had given us as a present) was converted to a clothesline and stretched between the little trees on our pitch. We shaped the alufoil tent itself into the form of a „bonbon“ (a nickname which should last for the rest of the journey) and kept our bags in it over night to protect them from rain especially.

After all the cycling the days before we decided to walk to Abergavenny in the bright sunshine. About an hour later we arrived there. We questioned the man working at the Tourist Information about Abergavenny and campsites near our next stop Chepstow, then went directly to the cafe next door, which also had free wi-fi. Provided with baguettes we took our time there and charged all of our devices, worked out the next day’s route and wrote something for this blog. Sadly, the opening times of the café rendered the latter void: After Leonie had worked on a blog entry for about half an hour and it was only two minutes left before the café would close, totally stressed she accidentally closed the browser instead of saving the entry, so all the work was in vain. The frustration!!! But soon after leaving the café and being outside in the sunshine, everything was okay again. It was one of many occasions for us to practice „disengagement“... letting go of things.

It already seemed like a long day although it was still fairly early and so we strolled through town and found a lot of small lanes with interesting shops, most of which were closed already. Since we had equipped ourselves with a gas cartridge for our cooker in Brecon, we could cook our own food now and therefore went to Aldi to buy ingredients for supper.

On the way home we walked past Abergavenny castle and had a short break outside its walls (and a lot of chocolate because we were frustrated we didn’t find the entrance at once). Only a few metres further around the bend we then found the entrance and looked around the castle a bit.

Back on the campsite we found that all our clothes had dried in the meantime. We watched a magnificent sunset whilst cooking our dinner (tortelloni with pesto). The day ended with happy faces and a full, warm stomach.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Kanita (Mittwoch, 18 Juni 2014 06:46)

    Oh, ist das Ganze schöööön! Was für eine tolle Reise! Tolle Bilder! Super Idee, so eine Reise zu machen! LG, K.

  • #2

    Trainerin (Mittwoch, 18 Juni 2014 14:37)

    Ich denke jeden Tag an euch, auch wenn ich im Fußball-Fieber bin..kussi an Beide :-)


Kontakt / contact:
Armen Begic

armen.begic@arcor.de

&

Leonie Hesse

leo.hesse@gmx.de