Tag 8/Day 8: Tintern (Abbey)

Nach einem kargen Restefrühstück, denn wir konnten ja nicht wissen, dass die Campsite so abgelegen war, musste zuerst einmal etwas Wäsche gewaschen und im Sonnenschein zum trocknen aufgehängt werden.

Der Plan für diesen Tag war klar: Tintern Abbey besichtigen, denn dazu waren wir schließlich ursprünglich hergekommen. Nur wie wir hinkommen sollten, wussten wir noch nicht genau. Der Zeltplatz leerte sich langsam zum Ende des Wochenendes und so gingen wir zur Rezeption, um den Weg zu erfragen. Es stellte sich heraus, dass es einen direkten (und weniger umständlichen Weg als gedacht) von der Campsite aus gab.

Wir begaben uns also auf die Wanderung und fanden den Weg zugleich. Zum Glück hatten wir Sonnenschein, doch der Regen der letzten Wochen und die Stürme des Frühjahres hatten den Boden komplett aufweichen lassen und einige Bäume umstürzen lassen. So fühlte man sich ein bisschen wie im Urwald. Um den Weg sicher wieder zurückfinden zu können, befestigte Leonie an allen Abzweigungen Gummibänder an Pfosten, die uns den Rückweg weisen sollten.

Als wir aus dem Wald heraustraten, eröffnete sich uns nur eine Brückenüberquerung entfernt der Anblick von Tintern Abbey. Die mächtige Ruine überragte aus der Ferne alles um sie herum und wir machten uns schnellstens auf den Weg dorthin.

Angekommen befiel uns jedoch zuerst der Hunger, der noch vom Frühstück übrig war, und wir entschieden uns, uns der Abbey später zuzuwenden, denn die würde ja sicher noch bis danach dastehen.

Auf der Suche einem Supermarkt wurde uns bewusst, dass Tintern tatsächlich nur aus Tintern Abbey, ein paar Touristenläden und den wenigen Häusern reicher Menschen, die sich es leisten konnten dort in der Idylle zu wohnen, bestand. Kein Lebensmittelladen weit und breit. So kehrten wir in einem Pub ein und wurden trotz langer Wartezeit wegen großen Andrangs mit hervorragendem Essen belohnt: Ich aß zum ersten Mal ein Nut Roast, und es schmeckte so gut, dass ich es sehr bald wieder würde tun müssen.

Mit gefüllten Bäuchen begaben wir uns gemächlich und zufrieden wieder zur Abbey, entschieden uns aber dafür, sie uns angesichts der Eintrittspreise nur von außen anzuschauen. Das war auch schon beeindruckend genug.

Als wir genug der Ruine und der Kuhherde, deren Weide schon fast in der Ruine selbst war, hatten, gingen wir zur Campsite zurück.

Obwohl jemand Teile der Wegmarkierungen entfernt hatte (die Entrüstung!), fanden wir den Heimweg problemlos. Einen plötzlichen Regenschauer konnten wir, geschützt von Blätterdach der Bäume, gut überstehen und so kamen wir wieder bei der Campsite an und genossen noch den restlichen Tag und Sonnenuntergang.

Zum ersten Mal während der Reise aßen wir mal wieder Eier. Diese kamen von den freilaufenden Hühnern auf der Campsite und konnten an der Rezeption gekauft werden. So ging mit einem guten Abendessen ein wunderbarer Tag zu Ende.

 

After a small leftover-breakfast – how should we have known that the campsite was so remote – we had to do some washing first, so the sunshine could dry all the clothes.

The plan for the rest of the day had already been made: Visit Tintern Abbey, the main reason we had come here. The Campsite emptied as the end of the weekend came near and so we went to the reception to ask for the way. It became clear that there was a direct way (not as complicated as expected) from the campsite.

Then we started our walk and could easily find our way. Fortunately we had sunshine. The rain of the last few weeks had turned the way into mud and the stormy spring had bent the trees. We felt a little like in the jungle.

In order to find our way back Leonie put rubber bands on signposts to help us know where we had come from.

When we stepped out of the woods, we could see Tintern Abbey only a bridge away from us. The impressive ruine towered above everything around and we hurried our way to it.

When we came there our hunger that was still left from the breakfast signalled us to get something to eat and we decided to go to the Abbey later, since it would probably stay there until then.

Our search for a supermarket showed us that Tintern consisted only of the Abbey, a few tourist shops and the houses of wealthy people who could afford to live in this beautiful but remote place. So we went to the pub where we, although we had to wait a long time because of the many people there, got some excellent food: Never before had I eaten nutroast, but it shouldn’t be the last time for sure.

Bellyfull and satisfied we made our way to the Abbey, but a glance at the entry prices made us decide against visiting it. It was more than impressive from the outside already.

When we had enough of the ruine and the cows, who lived nearly inside of it, we went back to the campsite.

Although parts of our own signposting had been removed (outrage!) we found our way back, and the sudden rainshower didn’t bother us at all under the trees, so that we arrived safely and could enjoy the rest of the day with a beautiful sunset.

For the first time on our journey we had eggs to eat, since the campsite held some chickens we could have them from.

With a good meal a wonderful day came to an end.

 

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