Tag 10/Day 10: Chepstow to somewhere near Weston-super-Mare

The difference between Wales and England...
The difference between Wales and England...

Im „Three Tuns“ bekamen wir das beste Frühstück dieser Reise! Ein richtiges frisch zubereitetes Englisches Frühstück (Bohnen, 2 Spiegeleier, angebratene Pilze und Tomaten, vegetarische Würstchen und Toast) und dazu auch noch Müsli, Orangensaft und Tee UND frische Erdbeeren!!! Wir waren restlos begeistert... und danach völlig überfressen. ;)

Danach wurde trotzdem (und trotz unseres Abschiedsschmerzes) hastig das Zeug gepackt und das Zimmer verlassen. Um 10:30 brachen wir auf, um, wie wir dachten, mehr als genug Zeit zu haben und früh in Weston-super-Mare (bzw. etwas südlich davon, wo wir eine Camspite rausgesucht hatten) anzukommen. Wir hatten schon das Streckenprofil recherchiert und freuten uns auf eine (zum ersten Mal!!!) fast ebenerdige Fahrt ohne nennenswerte Steigungen.

Wir mussten noch einen kurzen Zwischenstopp beim Supermarkt einlegen, um den Vorrat an Taschentüchern aufzustocken. Leider litt Armen nämlich stark an seiner Allergie.

In der Stadt trafen wir zufällig auf zwei Radfahrer, die erstmal damit angaben, sie seien gerade von Schottland nach Chepstow in 10 Tagen gefahren. Das ist machbar, klar. Allerdings nur, wenn man wie sie 1.immer essen geht und darum kein Kochzeug mittragen muss, 2.immer in B&Bs schläft und darum kein Zelt, keine Schlafsäcke und Matten mittragen muss und 3.wenn man sich nie verfährt, da man ein Fahrrad-Navi hat... Die beiden Typen (die sich sogar im Partnerlook eingekleidet hatten) waren mit allem ausgestattet, was man sich vorstellen kann – inklusive einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein... Wir sollten sie leider an diesem Tage noch zwei weitere Male treffen, da sie sich für den Tag dieselbe Strecke nach Weston vorgenommen hatten. Jedes Mal wenn sie uns überholten lächelten sie mitleidig, während wir bei unseren Überholungen so taten, als hätten wir sie nicht gesehen. ;)

Der erhebende Moment, die Severn Bridge nach England zu überqueren , wurde kurz darauf getrübt: Ob es an den „neuen Pollen“ im anderen Land oder am starken Wind lag, man weiß es nicht, aber Armens Allergie steigerte sich in Extreme, die sie vorher nie erreicht hatte.

Trotzdem fuhren wir weiter und stellten fest, dass zumindest dieser Teil von England einen krassen Gegensatz zum ländlichen Wales bildete: Industrie wohin man auch blickte! Industrie, Reihenhäuser und viel Müll bekamen wir zu sehen. Das waren die Außenbezirke von Bristol.

In großen Städten Fahrrad zu fahren stellten wir uns nicht spaßig vor, darum kam es uns gelegen, dass unser „Cycle Trail“ Bristol weiträumig umfuhr. Als wir jedoch nach Weston-super-Mare kamen, stellte sich heraus, dass diese Stadt sehr viel größer war als wir gedacht hatten! Oder sie kam uns so groß vor, weil wir viele Stellen mehrfach abfuhren ;)... Jedenfalls verirrten wir uns übel. Die Beschilderung des „Cycle Trails“, die vorher so verlässlich gewesen war, hörte an einer Stelle einfach auf und an einer anderen Stelle war sie missverständlich. So waren wir völlig verloren in einer (jedenfalls scheinbar) riesigen Stadt! Außerdem zeigten sich am Himmel dunkle Gewitterwolken, die stetig näher kamen und uns eine Nacht im durchnässten Zelt androhten. All das trug dazu bei, dass sich als Regel etablierte: Der erste Tag im „neuen Land“ ist der schlimmste Tag – der erste Reisetag in Wales (mit 2x verirren und Wüstenlandschaft) war übel gewesen. Der heutige Tag toppte das noch. Am Ende waren wir ganze 86km gefahren und völlig fertig!!!

Was uns rettete, war ein Fahrradfahrer, den wir trafen, als er gerade versuchte, sein abgenutztes Mountain-Bike aufzupumpen. Nachdem er es auch mit unserer Pumpe nicht retten konnte, erklärte er sich trotzdem bereit, uns durch die Stadt zu der Stelle zu begleiten und geleiten, wo der „Cycle Trail“, den wir verloren hatten, wieder begann.

So fanden wir unseren Weg wieder und durften zu unserer Überraschung feststellen, dass uns nach dem Stadtlabyrinth eine weitere Herausforderung erwartete: So ein Mountainbike wäre für das Streckenstück nach Weston-super-Mare angemessen gewesen! ;) Wir wurden heftig durchgeschüttelt und mussten wieder teilweise schieben, schafften es aber letztendlich doch noch zu unserem geplanten Campingplatz nahe dem Mini-Örtchen Lympsham.

Der Campingplatz befand sich auf einem Stück Rasen hinter dem Haus der Besitzerin und war alles andere als spektakulär. Außer uns waren dort nur 3 unbewohnte Wohnmobile und ein Mann, der sich selbst als „Security“ vorstellte und dort in einem Container wohnte. Wenigstens gab es Duschen und wir hatten es in Weston geschafft, etwas zum Kochen einzukaufen (Tortellini), so war der Abend gerettet. Guter Schlaf war nach all der Anstrengung ohnehin garantiert.

 

 

At the „Three Tuns“ we got the best breakfast of the journey so far! A proper English breakfast was prepared for us (with beans, fried eggs, mushrooms and tomatoes, vegetarian sausages and toast) and in addition we even got cereals, orange juice, tea AND fresh strawberries!!! We were delighted...and extremely full afterwards. ;)

Although we had grown fond of it we had to vacate our room afterwards. At 10:30 we left so would have more than enough time to get to Weston-super-Mare (or rather the campsite a bit south of it) – so we thought. We had looked up the distance and found out that it was (for once!!!) really flat.

We had to stop at the supermarket to top up our stock of tissues since Armen’s allergy was really bad.

In town we bumped into two cyclists who first of all bragged about how they just made it to Chepstow from Scotland in 10 days. That’s possible, sure. But only if you 1.can afford to eat in restaurants so you don’t have to carry cooking stuff, 2.can sleep in B&Bs all the time so you don’t need a tent, sleeping bad and mat and 3.never lose your way because you’re equipped with a bicycle-GPS... Those two guys (who were even dressed in matching clothes) had everything you could possibly need – a massive ego included.... Too bad we met them three times that day since they were taking the same cycle trail to Weston. Each time they overtook us they smiled pityingly whereas we tried to ignore them whenever we overtook them. ;)

The uplifting feeling that arose when we crossed the Severn Bridge to England was spoilt soon after: Whether it was because of the „new kind of pollen“ in this country or because of the strong wind, we don’t know, but Armen’s allergy became as bad as it had never been before.

However, we cycled on and realised that at least this part of England was a contrast to rural Wales: industry everywhere! Industry, terraced houses and rubbish we saw in the suburbs of Bristol.

We couldn’t imagine it being fun to cycle through big cities, so we were quite happy that our cycle trail went around Bristol. But when we arrived at Weston-super-Mare, we noticed that it was much bigger than we had thought! Or maybe it just seemed to be that big because we drove through the same streets several times ;) – anyway, we lost our way badly! The signage of the cycle trail that had been so reliable until then stopped without prior notice at some point and was ambiguous at another. Also there were thunderclouds in the sky that came nearer and nearer and threatened us with building up our tent in the rain. All that made us realise one rule: The first day in a „new country“ is always the worst. It had been a grim first day in Wales (losing our way twice and cycling along the desertlike mountain path). And the first day in England even outdid this. At the end of the day we had cycled 86km (about 54miles) and were completely exhausted!!!

What, or rather who, saved us was a guy who was trying to pump up the tyre of his battered mountain bike when we met him. After we found out that our cycle pump couldn’t help him either, he still offered to guide us to where the cycle trail we had lost began again and led the way out of town.

That’s how we found our way again. But after the labyrinth of the city we soon had to face another problem: For the cycle path that we took out of Weston, a mountain bike had been suitable, really ;). We were given a good shake and had to walk the bikes for some parts of the path but finally we made it to the campsite that we had found on the internet: it was near the tiny village Lympsham.

The campsite was situated behind the owner’s house on a small lawn and was anything but sensational. Apart from us there were only three motorhomes, which were all empty, and a man who introduced himself as „security“ and lived in a container there. At least there were showers and we had managed to buy something for supper in Weston (Tortellini) so the evening turned out well.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    cheap hotels Weston-Super-Mare (Donnerstag, 07 Januar 2016 12:09)

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Armen Begic

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Leonie Hesse

leo.hesse@gmx.de