Day 12/Tag 12: Burnham to Taunton

Der Morgen begann gut. Die Sonne schien und ihre wärmenden Strahlen weckten uns im Zelt, Leonie mehr als mich. Während ich noch ein halbes Stündchen vor mich hindöste, schrieb sie bereits am Blog weiter und bereitete Frühstück vor.

Gestärkt durch guten Schlaf und gutes Essen hatten wir wieder einmal Hoffnung auf einen guten Tag geschöpft, und sollten nicht enttäuscht werden.

Nach einer kurzen Fahrt am Strand entlang, diesmal tatsächlich die Promenade, und einem kurzen Stück an der Straße, führte unser Weg nur noch durch das Grüne und sehr viele Felder. Es war wirklich eine Fahrt zum Genießen, und vor allem verlief sie völlig ohne Probleme. Wir kamen durch ohne uns ein einziges Mal zu verfahren.

Etwa auf halber Strecke machten wir in einem kleinen Dorf Pause, in dem wir ein paar Bänke gegenüber einer wirklich schön gelegenen Schule fanden und uns ein paar Müsliriegel gönnten. Erst nach kurzer Sitzzeit fiel uns das Schild hinter uns auf, das kundtat, dass hier vor vielen Jahren Prinzessin Diana geheiratet hatte, was uns angesichts der Idylle nicht wirklich verwunderte.

Nach einer Weile die es weiter durchs Grüne ging, kamen wir an einen Kanal – strahlendes Grinsen breitete sich auf unseren Gesichtern aus. Wir wussten es würde nun flach und von der Umgebung her sehr schön sein. Um meinen Radlerbräunungsstreifen etwas gegenzuarbeiten beschloss ich auf dieser nicht befahrenen Strecke ohne Oberteil weiterzufahren und die Sonne zu genießen. Leonie hatte schon während der ganzen Zeit ihre Hose hochgekrempelt um das Gleiche zu tun und fühlte sich leicht ertappt, als ich sie darauf ansprach.

Gegen 19 Uhr und nach einem Hindernis in Form der Überquerung einer stark befahrenen Straße kamen wir bei dem Campingplatz an. Es war eine kleine Farm und etwas außerhalb der Stadt Taunton. Der Platz sah sehr natürlich aus und zu unserem Glück gab es Waschmaschinen und alles was man sonst noch brauchen könnte. Auch nach Taunton würde es mit nicht bepackten Rädern nicht weit sein.

Erst mussten wir nach einem Platz suchen, doch der optimalste Platz war neben einem Wohnwagen, und wir wollten diesem nicht zu Nahe kommen, da wir dachten, darin sei ein typisches, älteres Camperehepaar, das vielleicht nicht so gut auf Zelter zu sprechen sein würde.

Als wir das Zelt dann etwas entfernt aufgebaut und die Wäscheleine professionell befestigt hatten, gingen wir in den nahegelegenen Pub und gönnten uns gutes Essen, denn unser Gaskocher war am Abend zuvor leer geworden und wir konnten uns nichts selbst kochen.

Die Sonne ging gerade unter als wir vom Pub zurückkehrten, und bevor wir uns zurück in die Wärme unseres Zeltes begaben, liefen wir eine Runde, und wurden den Eindruck nicht los, auch durch den oben beschriebenen Wohnwagen, wir wären auf einem „Spießercampingplatz“ angekommen, und gingen schlafen. Doch der nächste Morgen sollte uns lehren:

„Don’t judge a book by it’s cover!“

 

 

It was a good morning. The sun was shining and woke us in our tent, Leonie a bit more than me. While I snoozed on for another half an hour, she already wrote a text for this blog and prepared breakfast. After a good nights sleep and a good meal we were invigorated and ready to go.

We cycled along the beach first – this time really on the promenade –, then along a street for a short time and then just through fields. It was a ride to enjoy and it also went completely unproblematic. We didn’t lose our way a single time today.

We paused in a small village halfway (Cossington), where we sat down in front of a beautiful primary school on a bench and had some cereal bars. It was only after some time that we noticed the sign saying that years ago princess Diana had married in this very village. In view of the idyll and harmony we thought it understandable she had chosen this remote place.

It got even better that day as part of the route went along a canal – a big smile appeared on our faces. We knew it was gonna be flat from now on and that the landscape would stay beautiful. To enjoy the sun and do something against the typical cyclist’s tan lines, I took my shirt off. Leonie had already pulled up her trouser legs some time before and was a bit embarrassed when I pointed it out.

At about 7pm and after crossing one major road safely we arrived at our campsite. It was at a farm near the town Taunton. The campsite looked very natural and we were happy to find it even had a washing machine and everything else you could wish for as a camper. And it wouldn’t be too far to Taunton if we wanted to do a day trip there, especially with our bikes not as loaded as usual.

When looking for a place to pitch up our tent we decided against the ideal one since it was very close to a caravan and we didn’t want to upset its owners. We imagined it was a typical, old “caravanning couple” that would maybe be annoyed by campers coming too close. So we set up our tent a bit further away, did our washing and – since the cartridge of our camping cooker was empty – went to the nearby pub for supper.

The sun was setting when we returned from the pub. Looking at the campsite a second time we couldn’t help thinking that it looked a bit as if there were mostly stuffy, “bourgeois” people there... We went to sleep, not knowing that the next morning would teach us:

“Don’t judge a book by its cover!”

 

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Kommentare: 2
  • #1

    ju (Freitag, 25 Juli 2014 08:56)

    Hey, ein Cliffhanger!
    Die englische Landschaft sieht so toll aus - leer, flach & grün (irgendwie ferig*).

    *ferig ≈ ferienmäßig

  • #2

    Leonie Hesse (Freitag, 22 August 2014 22:48)

    ...Cliffhanger endlich aufgelöst ;) wurde aber auch Zeit!
    Stimmt - im Gegensatz zu Wales recht flach da in England. Wales ist sogar noch grüner! :) Aber ja, beides ist "ferig".


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